Craftsmanship Uncovered: Schmuck

Wie Farbedelsteine, Handwerk und Idar-Obersteiner Tradition bei Richard Hans Becker ein Schmuckstück formen:

In einer Zeit, in der vieles schnelllebig geworden ist, wächst der Wunsch nach Dingen, die bleiben – nach Stücken, die mit Wissen, Erfahrung und echter Handwerkskunst entstehen. Kaum ein Ort steht dafür so sehr wie Idar-Oberstein, das historische Zentrum deutscher Edelsteinbearbeitung.

Hier hat die Manufaktur Richard Hans Becker ihre Wurzeln. Seit der Gründer 1973 seinen eigenen Ehering einschmelzen musste, um den ersten Auftrag zu ermöglichen, steht das Familienunternehmen für präzises Handwerk und außergewöhnliche Farbedelsteine. Heute führt die zweite und dritte Generation diese Tradition fort.

Der Fokus auf Farbedelsteine, Kleinserien und Unikate sorgt für eine Qualität, die im Detail sichtbar wird – Im Besonderen, da alle Fähigkeiten und ein umfassendes Wissen dafür sorgen, dass nahezu jeder Arbeitsschritt im Hause selbst durchgeführt werden kann. So entstehen jene sorgfältigen Arbeitsschritte, die zeigen, was Craftsmanship wirklich bedeutet.


Die Schritte der Schmuckherstellung – und das Handwerk dahinter:

Entwurf

Im Entwurf entsteht die erste Idee eines Schmuckstücks – oft inspiriert von einem Edelstein, einer Form oder einem Lichtmoment.

Titelbild : Hier zeigt sich das künstlerische Gespür des Designers, der aus einer abstrakten Inspiration eine klare Vision formt.

Design

Das Design übersetzt diese Vision in Proportionen, Linien und Tragbarkeit.
Design ist ein Balanceakt: Es vereint Ästhetik, Funktionalität und handwerkliche Umsetzbarkeit.

CAD Schmuckdesign
Schmuckdesign am Computer

Plotten

Beim Plotten wird das Design in eine technische Zeichnung überführt, die alle Maße exakt definiert, daraus entstehen im 3D Drucker erste Modelle – früher wurde dieser Arbeitsschritt von Hand und in Wachs durchgeführt.
Anhand dieser Modelle lassen sich Dimensionen und Gestaltung ideal prüfen und auch schon mal einem Kunden zeigen.

Dies ist die Grundlage, auf der Goldschmiede millimetergenau arbeiten – Präzision beginnt hier.

Werkstückmuster aus dem 3D Drucker

Walzen

Das Walzen dient der Vorbereitung des Material, zumeist des Goldes. Beim Walzen wird das Edelmetall gleichmäßig auf die gewünschte Stärke gebracht, so dass es ideal weiter geformt werden kann.
Ein kontrollierter Prozess, bei dem Kraft, Erfahrung und ein exakt eingestelltes Werkzeug entscheidend sind.

Walzen von Gold

Glühen

Durch das Glühen wird das Metall wieder weich und formbar gemacht.
Goldschmiede müssen die genaue Temperatur beherrschen – zu heiß zerstört die Struktur, zu kalt bringt keine Wirkung.

Glühen eines Stück bearbeiteten Goldes

Sägen

Mit feinen Sägeblättern werden Formen freigelegt und Bestandteile des späteren Schmuckstücks aus dem Metall herausgearbeitet.
Das Sägen erfordert eine ruhige Hand und ein Gefühl für Materialspannung – Fehler verzeiht dieses Stadium kaum.

Sägen eines Werkstücks in der Goldschmiede

Löten

Beim Löten werden einzelne Komponenten dauerhaft miteinander verbunden.
Goldschmiede müssen Temperatur und Timing perfekt abstimmen – jeder Lötpunkt entscheidet über Stabilität und Optik.

Löten eines Werkstücks in der Goldschmiede

Versäubern

Beim Versäubern werden Grate, Unebenheiten und feine Reste sorgfältig entfernt.
Hier entsteht die Grundlage für eine makellose Oberfläche – eine Aufgabe, die Geduld und Genauigkeit verlangt.

Versäubern eines Werkstücks in der Goldschmiede

Der Weg der Steine

Steine lupen

Unter der Lupe wird jeder Edelstein geprüft – auf Reinheit, sprich eventuelle Einschlüsse und der Schliff auf die richtigen Proportionen.
Ein geübtes Auge erkennt sofort, ob ein Stein den Ansprüchen genügt oder nicht für das Schmuckstück passt, für das er vorgesehen ist.

Lupen eines Edelsteins
Lupen eines Edelsteins

Steine sortieren

Beim Sortieren werden Steine nach Farbe, Größe und Brillanz harmonisch aufeinander abgestimmt.
Eine Kunst für sich, denn die perfekte Harmonie der Steine bestimmt die spätere Gesamtwirkung.

Sortiern von Edelsteinen

Verschnitt

Der Verschnitt ist eine traditionelle Technik der Edelsteinfassung, bei der der Fasser mit sehr feinen Sticheln (kleinen gravierenden Werkzeugen) Material aus dem Metall wegschneidet, damit auch kleine Steine sicher fixiert werden können.

Verschnitt eines Schmuckstücks

Fassen

Beim Fassen werden die Edelsteine sicher in die vorbereiteten Fassungen eingesetzt.
Dies gilt als einer der sensibelsten Schritte – ein Millimeter zu viel Druck kann den Stein beschädigen.

Fassen eines Edelsteins
Fassen eines Edelsteins

Polieren

Am Ende wird das Schmuckstück poliert, bis es seinen endgültigen Glanz erhält.
Poliseusen bringen mit Erfahrung und Gefühl jene Strahlkraft hervor, die ein Schmuckstück erst wirklich vollendet.

Ein RIng wird poliert

Qualitätskontrolle

Zu guter Letzt wird die Schöpfung einer vollständigen Prüfung unterzogen. Von Qualität und Sitz der der Steine, über die Ausführung der Goldschmiedearbeiten und der Oberflächen, bis hin zur bestellten Größe. So wird gewährleistet, dass alles den hohen Standards entspricht.

Ring auf Ringstab zur Größenbestimmung
Bemerkenswert ist auch, dass all dieses Können nicht nur in den eigenen Kollektionen sichtbar wird, sondern auch Juwelieren für individuelle Anfertigungen und anspruchsvolle Reparaturen zur Verfügung steht.  
Hier zeigt sich: wahres „Craftsmanship“ endet nicht beim fertigen Schmuckstück!

Mehr entdecken: https://richard-hans-becker.de/

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