Sustainable Jewellery Day: INHORGENTA setzt auf Transparenz, Vertrauen und Verantwortung

Die INHORGENTA Munich ist Sponsor des diesjährigen Sustainable Jewellery Days, der am 8. Juli in Pforzheim stattfindet. Damit unterstützt die Messe ein hochkarätig besetztes Forum, das zentrale Zukunftsfragen der Schmuck- und Uhrenbranche in den Mittelpunkt stellt.

Im Vorfeld der Veranstaltung hat INSIGHT-INHORGENTA mit Stefanie Mändlein, Exhibition Director der INHORGENTA, über Nachhaltigkeit, Transparenz und Vertrauen gesprochen – und darüber, welche Bedeutung diese Themen für die Weiterentwicklung der Messe haben.

Nachhaltigkeit gehört längst zu den prägenden Themen der Branche. Herkunft, Rückverfolgbarkeit, verantwortungsvolle Beschaffung und glaubwürdige Standards entscheiden zunehmend darüber, wie Vertrauen entsteht – zwischen Industrie, Handel und auch Endverbrauchern.

Genau hier setzt der Sustainable Jewellery Day 2026 an. Die internationale Konferenz bringt in Pforzheim Unternehmen, Organisationen und Experten entlang der Wertschöpfungskette zusammen, um über Transparenz, Verantwortung und konkrete Lösungen zu sprechen – von Lieferketten und Zertifizierungen bis zu Traceability-Systemen.

Für die INHORGENTA sind diesen Themen mit der Sustainability Area und das Leitthema Craftsmanship bereits fester Bestandteil der eigenen Messeentwicklung. Im Interview erklärt Stefanie Mändlein, warum „Transparency. Trust. Responsibility.“ zentrale Faktoren für die Branche sind – und wie der Sustainable Jewellery Day weitere Orientierung schaffen kann.

Stefanie Mändlein
Stefanie Mändlein

Das Gespräch mit Stefanie Mändlein:

INSIGHT-INHORGENTA: Warum ist es aus Sicht der INHORGENTA wichtig, den Themen „Transparency. Trust. Responsibility.“ eine zentrale Bedeutung zu geben – und welche Rolle spielen sie für die zukünftige Entwicklung der Branche?

Stefanie Mändlein:

Diese Themen treffen einen Nerv der Zeit. Konsumentinnen und Konsumenten entscheiden heute nicht mehr nur nach Design oder Marke, sondern immer stärker nach Herkunft, Herstellung und Haltung eines Produkts. Was hinter einem Schmuckstück oder einer Uhr steht, wird damit zum entscheidenden Wertfaktor.

Für die Branche bedeutet das einen klaren Wandel: Transparenz, Vertrauen und Verantwortung sind keine Zusatzthemen mehr, sondern bestimmen, wie Produkte bewertet, Lieferketten gestaltet und Marken positioniert werden.

Die INHORGENTA versteht sich dabei als Plattform, die diesen Wandel sichtbar macht und Industrie sowie Handel in den direkten Austausch bringt.

INSIGHT-INHORGENTA: Welche Rolle können Messen und Branchenplattformen dabei spielen, Nachhaltigkeit, Transparenz und Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette verständlich zu machen?

Stefanie Mändlein

Nachhaltigkeit überzeugt nicht durch bloße Aussagen. Solange sie nur in Zertifikaten oder Konzeptpapieren existiert, bleibt sie abstrakt. Erst im direkten Gespräch, am Produkt und im Vergleich unterschiedlicher Lösungen wird sie greifbar.

Genau hier liegt die Stärke von Messen: Sie machen unterschiedliche Ansätze rund um Nachhaltigkeit und verantwortungsvolle Produktion sichtbar und ermöglichen Orientierung in einer komplexen Branche – für Händler ebenso wie für Marken.

Die INHORGENTA setzt diesen Anspruch konkret um: In der Sustainability Area in Halle B2 | Design werden nachhaltige Marken und Konzepte gebündelt und vergleichbar gemacht. So entsteht ein realistischer Überblick darüber, wie Nachhaltigkeit in der Branche tatsächlich umgesetzt wird.

Ein weiterer zentraler Baustein ist unser Leitthema „Craftsmanship“, das 2026 eingeführt und 2027 fortgeführt wird. Es schafft einen Rahmen, in dem Aussteller ihre Herstellungsprozesse – von der Materialherkunft bis zum fertigen Produkt – in Gesprächen und Live-Demonstrationen sichtbar und erlebbar machen.

INSIGHT_INHORGENTA: Wie wichtig ist es, Standards, Nachweissysteme und Initiativen stärker in den Dialog zwischen Industrie, Handel und Konsumenten zu übersetzen?

Stefanie Mändlein:

Sehr wichtig. Viele Standards und Nachweissysteme sind komplex und für Endkundinnen und Endkunden nicht ohne Weiteres verständlich. Sie entfalten ihre Wirkung erst dann, wenn sie im Produktkontext erklärt werden.

Genau hier braucht es den Dialog zwischen Industrie, Handel und Konsumenten: Im Fachhandel geht es darum, Orientierung zu geben und Vertrauen aufzubauen – nicht nur über Zertifikate, sondern über ein klares Gesamtbild.

Unser Leitthema „Craftsmanship“ wird dabei zum verbindenden Element: Wenn Herstellungsprozesse sichtbar werden, entsteht ein besseres Verständnis für Herkunft, Aufwand und Verantwortung hinter einem Produkt. So wird Transparenz nicht nur dokumentiert, sondern im direkten Austausch tatsächlich erlebbar.

INSIGHT-INHORGENTA: Welche Impulse wünschen Sie sich vom Sustainable Jewellery Day 2026 – und mit welchen Themen sollte sich die Branche in den kommenden Jahren besonders intensiv beschäftigen?

Stefanie Mändlein:

Wichtig sind vor allem konkrete Beispiele aus der Praxis. Die Branche braucht weniger abstrakte Diskussionen und mehr sichtbare Umsetzung: Wie wird Nachhaltigkeit tatsächlich realisiert? Was funktioniert in der Realität – und wo liegen die Herausforderungen?

Inhaltlich bleiben Rückverfolgbarkeit, transparente Lieferketten und verantwortungsvolle Beschaffung die zentralen Zukunftsthemen der Branche.

Zugleich gewinnt die nachvollziehbare Entstehung von Produkten weiter an Bedeutung – insbesondere im Premium- und Luxussegment. Entscheidend ist, die gesamte Wertschöpfungskette verständlich zu machen, denn genau daraus entsteht langfristig Vertrauen.

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