Gucci-Mutter Kering holt nächsten Automobil-Manager ins Führungsteam
Mit Luca de Meo folgte im vergangenen Jahr ein ehemaliger Topmanager der Automobilbranche als CEO auf François-Henri Pinault, der 20 Jahre an der Spitze von Kering gestanden hatte. Nun hat der Luxusgüterkonzern Stéphane Noël vom Autozulieferer Forvia zum Chief Industrial Officer berufen. Er tritt am 1. April an, wird Mitglied des Executive Committee von Kering und berichtet direkt an Luca de Meo.
Die Personalie ist Teil einer neuen Organisationsstruktur, mit der Kering dem Nachfragerückgang bei der Hauptmarke Gucci begegnen und effizienter werden will. Das Unternehmen meldete kürzlich für 2025 einen massiven Gewinn- und Umsatzrückgang.
Neue Organisationsstruktur soll Kering auf Kurs bringen
Die neu geschaffene Organisationsstruktur umfasst die Kompetenzzentren Industrie und Kunde. Ziel ist die Optimierung der operativen Effizienz der Gruppe und die Unterstützung des nachhaltigen Wachstums ihrer Marken.
Diese neuen Bereiche sind Teil der Konzernplattform, die allen Kering-Marken einen einheitlichen Rahmen, mehr Ressourcen und wirksame Hebel zur beschleunigten Umsetzung ihrer Strategien bieten soll, teilte der Konzern mit. Zu Kering gehören neben Gucci außerdem die Marken Saint Laurent, Bottega Veneta, Balenciaga, McQueen, Brioni, Boucheron, Pomellato, Dodo, Qeelin und Ginori 1735. Deren jeweilige Teams berichten an die Kompetenzzentren.
Der Bereich Industrie umfasst die Integration von Einkauf, Fertigung, Lieferkette, Qualitätssicherung sowie Forschung und Entwicklung. Zu seinen Aufgaben gehören die gesamte Wertschöpfungskette sowie kundenbezogene Funktionen wie Produkt- und Preisgestaltung, Marketing, Vertriebskanäle, Vertriebs- und Produktionsplanung sowie Daten.

Carlo Mocci wurde mit Wirkung zum 4. Mai 2026 zum Chief Client Officer für den Bereich Kunde ernannt. Er war nach 13 Jahren bei McKinsey & Company und sieben Jahren bei Amazon fünf Jahre lang beim Online-Essenslieferdienst Deliveroo als Chief Business Officer tätig. Auch er wird Mitglied des Executive Committee von Kering und berichtet direkt an Luca de Meo.
Kering-CEO Luca de Meo kommentiert: „Ich freue mich sehr, Führungskräfte begrüßen zu dürfen, die in ihren sich ergänzenden Fachgebieten anerkannt sind und die von uns eingeleitete Transformation beschleunigen werden. Unsere Marken sind das Herzstück von Kering, und die Konzernplattform unterstützt ihr Wachstum und ihre Leistungsfähigkeit. Mit diesen neuen Kompetenzzentren optimieren wir die Organisation, vernetzen die Teams und gewährleisten konzernweite Effizienz, um unseren Marken die Mittel zu geben, schneller und weiter zu wachsen.“






