Schweizer Uhrenindustrie startet schwach ins Jahr 2026
Zu früh gefreut? Nach vier rückläufigen Monaten zeigten sich die Exporte der Schweizer Uhrenindustrie im Dezember 2025 erstmals wieder mit einem positiven Vorzeichen verglichen mit dem Vorjahresmonat. Das milderte das Minus des Gesamtjahres gegenüber 2024 auf moderate 1,7 Prozent. Die erhoffte Trendwende war es aber wohl nicht.
Laut aktueller Zahlen des Verbandes der Schweizerischen Uhrenindustrie FH lag der Export der Schweizer Uhrenindustrie im Januar 2026 wertmäßig mit 1,9 Milliarden CHF 3,6 Prozent unter den Vorjahreswert.
Edelmetall-Uhren schwächeln
Der Wertverlust resultierte hauptsächlich aus einem wertmäßigen Rückgang der Exporte von Uhren aus Edelmetallen um 14 Prozent sowie einem Rückgang der Edelstahlmodelle um 4,5 Prozent. Dieser Rückgang konnte nicht durch den Anstieg der Bimetall-Uhren um 16,1 Prozent kompensiert werden.
Den größten wertmäßigen Anteil der Exporte trugen Edelstahlmodelle bei, gefolgt von Uhren aus Edelmetall, Bicolor, anderen Metallen und anderen Materialien.
Demgegenüber stieg im ersten Monat des Jahres 2026 das Exportvolumen leicht um 0,2 Prozent auf 1,1 Millionen Einheiten (+ ca. 23.000) gegenüber dem Januar 2025. Dazu trugen vor allem Bimetall-Uhren (+45,1 %) und Uhren aus sonstigen Materialien (+2,9 %) bei.
Mittelpreissegment legt zu
Uhren mit einem Exportpreis von über 3.000 CHF verzeichneten einen deutlichen Rückgang (-8,1 %), was das Gesamtergebnis erheblich beeinträchtigte. Die Steigerungen in den anderen Preissegmenten, insbesondere das starke Wachstum bei Uhren mit einem Exportpreis zwischen 500 und 3.000 CHF (+17,7 %), konnten diesen Abschwung nicht ausgleichen.
USA rutschen wieder ins Minus, Abwärtstrend in Deutschland hält an
Nach einem Plus im Dezember 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichneten die Schweizer Uhrenhersteller im Januar 2026 auf dem US-Markt erneut ein Minus, und zwar in Höhe von 14 Prozent. Dies wirkte sich auf das Gesamtergebnis deutlich aus.
Hongkong (+2,6 %) und China (+5 %) zeigten hingegen Anzeichen einer Erholung, während Japan, gebremst durch einen ungünstigen Basiseffekt, einen Rückgang (-7,5 %) verzeichnete.
Frankreich setzte die im Dezember begonnene positive Entwicklung mit einem Wachstum von 36,8 Prozent fort, und die Vereinigten Arabischen Emirate (+8,1 %) zählten weiterhin zu den sechs führenden Märkten. Singapur (-14,3 %) und Großbritannien (-6,3 %) traten in eine Abwärtsphase ein, während Deutschland ebenfalls seinen Abwärtstrend fortsetzte (-16,4 %).






